VITOS – Forensische Psychiatrie in der Tradition von vor 1945

Die Justiz hat sich im Bereich des § 63 StGB vom Recht befreit und verselbständigt. Ohne rechtsstaatliche Grundlagen werden in den forensischen Psychiatrien Menschen aufgrund einer möglichen oder anzunehmenden Straftat beliebig lange eingesperrt, zwangsmedikamentiert, gegängelt, beliebig diagnostiziert und an Leib und Seele zerstört.

Die Richter berufen sich auf die Gutachter, die Gutachter können und wollen nicht ausschließen, dass jemand gefährlich sein könnte und so spielt man sich den Ball beliebig lang hin und her. Manchmal über Jahrzehnte. Anlasstat – überqueren eines Zebrastreifens in tänzelten Schritten. Diagnose – paranoide Schizophrenie mit Fremd- und Eigengefährdung.

Der Forensik Patient hat keine Chance. Von der Forensik nach Guantanamo ist es nur ein kleiner Schritt“. Dies Aussage von Thomas Fischer Vorsitzender Richter am Bundesgerichtshof hätte doch eigentlich in den Richterzimmern der Strafvollstreckungskammern für einen Aufschrei des Entsetzens sorgen müssen. Aber nichts. Kein Dementi, kein Zuspruch – nichts. Man lässt eine derart verheerende Aussage über den Zustand der forensischen Psychiatrien, durch einen führenden Mann des Rechts, einfach ins Leere laufen.

Was an der deutschen forensischen Psychiatrie nicht stimmt ist eigentlich schnell erklärt. Die Gerichte haben es zugelassen, dass die forensischen Kliniken ihre eigenen Ärzte als Gutachter in die Gerichtsverfahren schicken können, oder engagieren nur Gutachter die rechts sichere Verurteilungen ermöglichen wodurch sich die Belegungszahlen in den letzten Jahren vervielfacht haben. Es wird kräftig abkassiert.

Klinikkonzerne wie die Vitos in Hessen fahren ein Rekordergebnis nach dem anderen ein steigen die Belegungszahlen in astronomische Höhen und das nahezu allein auf Kosten des Steuerzahler.

Der muss nämlich für die unglaublich hohen Kosten aufkommen. Der Öffentlichkeit wird die extreme Gefährlichkeit der Insassen vorgegaukelt um die horrenden Kosten zu rechtfertigen und natürlich um als Entschuldigung her halten zu können. Die Richter wollen kein Risiko eingehen oder haben die Hosen gestrichen voll und die VITOS freut sich und baut einen neuen Psychiatriebunker nach dem anderen.

Warum unternimmt niemand etwas gegen dies Menschenrechtsverletzungen? Richter, Staatsanwälte und auch Rechtsanwälte werden im allgemeinen nicht müde unser Rechtssystem als das „Beste der Welt“ zu preisen. Aber das vermeintlich beste Rechtssystem der Welt kann es sich nicht leisten Menschen für etwas ohne zeitliches Limit einzusperren, das sie vielleicht irgendwann einmal tun könnten. Und genau das tut das deutsche Rechtssystem im Bereich des Maßregelvollzuges!

Grundlage bilden psychiatrische Gutachten, die von Menschen abgefasst werden, die ganz eindeutig Profiteure dieses System sind und die in der breiten Masse nach Schema F abgefasst werden und wegen ihrer Beliebigkeit bis heute jeden Beweis für ihre Richtigkeit schuldig geblieben sind.

Als größte Scharlatan unter den psychiatrischen Gerichtsgutachtern wird wohl dereinst, wenn alle psychiatrischen Kurpfuscher entlarvt worden sind, der ehemalige Hainaer Klinikleiter Dr. Rüdiger Müller-Isberner in die Geschichte eingehen.

Bei ihm kann man nicht mehr davon reden, dass er sich geirrt, er getäuscht oder Fehler gemacht hätte. Bei ihm muss man konstatieren, dass er „falsch Zeugnis abgelegt hat wider seinen Patienten“, er sie diskriminiert, diffamiert, offenkundig über ihren Zustand gelogen, Fakten verdreht, entstellt, grundlos Zwang und Gewalt angewendet und sein Macht schamlos missbraucht hat.

Aus der Geschichte der Menschheit wissen wir, dass wenn Menschen unkontrolliert Macht ausüben können, diese Macht oft Missbraucht wird. Niemand hat Müller Isberner kontrolliert. Es existieren nicht einmal Kontrollkriterien. Obwohl die Vitos aufgrund Ihrer Geschichte im Nationalsozialismus allen Grund dazu gehabt hätte, ließ man ihm vollkommen freie Hand zum Wohle des Vitos-Konzerns und zum Leid der Patienten.

Mit kaum 30 Jahren trat er den Job des Klinikleiter der forensischen Psychiatrie in Haina an. Niemand weiß woher er kam niemand weiß so genau was er für Kenntnisse hatte sicher ist nur, dass er die Gerichte von seinen hellseherischen Fähigkeiten überzeugen konnte. Er wurde der Mann dem die Richter vertrauten! Keinem wäre aber jemals aufgefallen, dass seine Gutachten gespickt sind mit leeren Worthülsen, unzulässigen Annahmen und faschistoiden Gedanken. Man nahm wohl in der Richterschaft an, der steht voll in der Tradition der Irrenhäuser wie Haddamar, Haina, Riedstadt und der weiß schon was er tut.

Wir wissen heute, weiß er nicht! Er rät genauso wie alle anderen forensischen Gutachter. Er weiß nichts und versteckt dies in 150 Seiten Gutachten, die im Copy and Paste verfahren hergestellt werden.

Von Haina nach Guantanamo ist es nur ein kleiner Schritt. Ich glaube nicht, dass man auch nur einen Schritt tun muss um von Haina nach Guantannamo zu kommen. In Haina steht man mitten in Guantanamo. Der Unterschied ist nur, Guantanamo gibt sich nicht den Anstrich die Einrichtung eines auf rechtsstaatlichen Prinzipien aufgebauten Systems zu sein. Die VITOS in Haina schon.

Hier werden Menschen gefoltert. Hier werden Menschen gequält, Hier werden Menschen vernichtet, hier werden Menschen ausgesaugt.

Der Aufschrei müsste groß sein, wenn man Menschen zwingt aus der ungereinigten Kloschüsseln zu trinken. Der Aufschrei müsste groß sein wenn Menschen mit Tabletten umgebracht werden. Der Aufschrei müsste alle Menschen einschließlich Richtern und Polizeibeamten dazu bringen hinzusehen, sich Zugang zu verschaffen und die Zustände abzuschaffen!

Nur ein lebender Patient ist ein guter Patient

08Ohne Zwangsmedikation kommt hier keiner raus. Wenn Sie den Ärzten hier sagen sie nehmen die Medikamente nicht mehr erleben sie ganz schnell die Hölle auf Erden. Man nimmt dir alle Lockerungen alle Vergünstigungen und lässt dich die ganze Härte psychiatrischen Tuns am eigenen Leib spüren. Wer schon einmal über mehrere Tage im Bunker gesessen hat, ohne Ansprache, ohne jedwede Ablenkung und vor allem ohne genügend Wasser der dreht irgendwann durch. Um zu überleben bleibt dir nur eine Wahl, du trinkst aus der Kloschüssel. Der Entzug von den Neuroleptika bei gleichzeitiger Rationierung von Wasser führt zu einem Zustand den man nur mit dem Begriff Hölle bezeichnen kann. Nach einigen Tagen erscheint dann ein pummeliger kleiner dicker Mann an den Gittern der Zelle und fragt, ob man es sich überlegt hat und man wieder kooperationsbereit wäre. Müller Isberner hat so über 30 Jahre hinweg aus dem psychiatrischen Maßregelvollzug Hessens die Kloacke der psychiatrischen Medizin gemacht.

Die Scham und der Eckel aus einer Kloschüssel trinken zu müssen um zu überleben hat der kleine Mann aus Haina dabei natürlich genau kalkuliert. Wessen Wille einmal so weit gebrochen wurde, der wird in Zukunft keinen Ärger mehr machen und den gewünschten Ablauf hier nicht weiter stören.

Denn: Patienten entlassen oder durch Tod zu verlieren ist das schlimmste was der Vitos passieren kann. Nur ein lebender Patient kann abgerechnet werden. 650 Millionen Umsatz müssen gemacht werden, damit alle Mitarbeiter und ihre Angehörigen hier gut auf Staatskosten leben können.

Wie beim T 4 Programm der Nazis wenden die Psychiater Methoden an, die von der UN Menschenrechtskonvention als Folter bezeichnet werden. Aber wer glaubt schon einem psychisch kranken Gewohnheitsverbrecher (§ 63 Gesetz gegen gefährliche Gewohnheitsverbrecher) der im Massregelvollzug einsitzt?

Die Stigmatisierung der Insassen und der zwanghafte Glaube, dass in unserem Staats schon alles mit rechten Dingen zugeht führen dazu, dass kein Maßregelvollzugspatient jemals vor Gericht einen Erfolg gegen seine Peiniger erstreiten wird. Es sei denn, es kommt eines Tages eine Änderung in der Sichtweise und Bewertung psychiatrischen Tuns.

Irgendwann kommt vielleicht einmal ein Richter auf die Idee und geht in der Kloake auf den Grund. Für Müller Isberner würde das einen längeren Aufenthalt hinter schwedischen Gardinen bedeuten. Er hat so viele Menschen auf dem Gewissen, nicht nur diejenigen, die die Forensik als Tote auf der Bahre verlassen haben, auch jene die für den Rest ihres Lebens nie mehr am „normalen“ Leben teilnehmen können und dies sind nahezu 100% aller Insassen.

Zerstört, gebrochen, misshandelt das ist schlimmer als der Tod. Gehalten wie ein Versuchstier in einem Labor.

Wir schützen Habicht, Sperber und den Feldhamster, den Wolf und vermutlich auch die sieben Geißlein per Gesetz, sogar Pflanzen wie die Schellenblume und den gelben Lein aber bei unserer eigenen Spezies sind wir nicht mehr ganz so sicher, wer noch dazugehören soll.

Tiertransporte wären in dem von der VITOS benützten Transporter mit Sicherheit verboten!

Die lange Tradition der VITOS

Nach einer erhalten gebliebenen internen T4-Statistik wurden in der Tötungsanstalt Hadamar in nur acht Monaten zwischen dem 13. Januar 1941 und dem 1. September 1941 insgesamt 10.072 Menschen[1] durch das Gas Kohlenmonoxid ermordet, in der Sprache ihrer Mörder: desinfiziert. Nach übereinstimmenden Zeugenaussagen wurde im Sommer 1941 die Verbrennung des 10.000sten Patienten gefeiert, bei der sämtliche Angestellte eine Flasche Bier erhielten.

Die VITOS Klinik für forensische Psychiatrie stellt sich vordergründig gerne und plakativ Ihrer Verantwortung. Doch wie wurden die Hinterbliebenen der Ermordeten vom Landeswohlfahrtsverband entschädigt?

Angehörige von Opfern der »Euthanasie«-Morde und Zwangssterilisierte grenzte die bundesdeutsche Entschädigungspolitik bewusst aus. Das Bundesentschädigungsgesetz von 1953 erkannte ihr Leid nicht als Folge »typischen NS-Unrechts« an. Auch das »Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses« bestand in Teilen der Bundesrepublik formal bis 1974 fort.

Wenn der Landeswohlfahrtsverband als verantwortliche Institution keine Entschädigung für begangenes unsagbares Unrecht und den Mord an unschuldigen Menschen gezahlt hat, hat er auch kein Recht die vermeintliche Trauer derart zur Schau zu stellen und dadurch die Hinterbliebenen der Opfer durch diese theatralischen und politisch motivierten Aktionen auch noch zu verhöhnen.

Wie geht die Vitos eigentlich heute mit den Ihr anvertrauten Menschen um?

Eigentlich müssten die Initiative zur Entlassung von der VITOS Einrichtung kommen – dies geschiet nie!

Die Initiative kommt immer vom Gericht.

Dabei ist ihre Rückfallquote viel geringer als die von Ex-Häftlingen. Von über 700 Insassen entließ die VITOS gerade einmal 12 „aus Gründen der Verhältnismäßigkeit“ Wenn die richterliche Aufforderung zur Entlassung kommt schmeißt man aber auch schon mal Patienten einfach raus. Sie müssen dann in einem Obdachlosenheim unterkommen. Dann interessiert die Vitos deren weiteres Schicksal einen Dreck!

Dabei wissen wir, dass im hessischen Massregelvollzug allein unter der Ägide von Rüdiger Müller Isberner tausende von Patienten massiv geschädigt, gefoltert und gar umgebracht worden sind.

»Für eine Zwangsbehandlung wird, wenn nötig, das ›Aufgebot‹ herbeigerufen: Bis zu acht zu körperlicher Gewalt bereite Pfleger stehen einem oder einer einzelnen wehrlosen Betroffenen gegenüber. …Folter und sexuellem Missbrauch sind dies traumatisierende Konfrontationen. Die Grunderfahrung dieser Traumatisierungen ist für die Betroffenen das radikale Macht-/Ohnmachtgefälle. Die traumatisierende Situation hat eine umfassende Infantilisierung des Opfers zur Folge, elementare Kindheitsängste werden wiederbelebt. Was hier stattfindet, wird als erzwungene Regression bezeichnet…. In diesem Moment besteht für die Betroffenen die Gefahr, in einen Zustand der totalen Verwirrung zu fallen. Das Trauma löst das Gefühl der existenziellen Hilflosigkeit aus. Wenn der letzte Widerstand des Opfers gebrochen ist, wird es gleichsam zum Objekt, mit dem der Täter nach Belieben verfahren kann.« (Rufer 2007, 404f.

Quelle: http://www.psychiatrie-beschwerde.de/fileadmin/user_upload/MAIN-dateien/Beschwerdestelle_Psychiatrie/Patientenrechte_Gesetzestexte-Patientenrechte/lehmann-sonderdruck.pdf

Dr. Martin Zinkler zeichnet auch vor dem Bundesverfassungsgericht das Wunschbild einer gewaltfreien Psychiatrie. In der Vitos Forensik ist die Gewalt allgegenwärtig. Gewaltbereite Pfleger wie der hier schon genannte Max H. Posten auf Ihren Facebook-Accounds gewaltverherrlichende Videos und fordern Ihre Follower ganz offen „zum nachmachen auf!

Die handelnden Personen der Vitos und des Ministeriums sehen darin keine Verfehlung. Herr H. darf seine Gewaltfantasien auf der Eingangsstation der Vitos ganz offen weiter ausleben!

Was wenn sich die Rechtslage ändert? Was wenn irgendwann der wissenschaftliche Anstrich, den sich die Psychiatrie gegeben hat ab ist?

Vielleicht wird in 70 Jahren4 –  also 2088 – wieder eine Ausstellung an einige dieser menschlichen Schicksale erinnern, sowie an die unseriösen, verhängnisvollen Gutachten und die entsprechenden Gerichtsbeschlüsse nebst darauf folgende jahrelange Zwangs-Klinikaufenthalte im Maßregelvollzug. Und die späteren Psychiater werden sich vielleicht dann auch wieder entschuldigen.

Quelle: https://www.erepro.de/2018/04/17/die-vergessenen/

Die Trauer und die Gedenksteine auf den Vitos Arealen sind absolut nichts wert. Heucheln Lügen, verheimlichen, vertuschen und einfach so weitermachen wie bisher ist die Defise in diesem Psychiatrie- Monster-Konzern.

Liebe Frau Eusterschulte, sie wurden bereits von Gerichten als Gutachterin ausgetauscht und haben schon die leichte Brise des Gegenwindes zu spüren bekommen, mein Wunsch ist, dass sich die Briese zum Orkan entwickelt, und sie sich nicht mehr aus der Verantwortung stehlen können wie ihre Vorgänger und Vorvorgänger. Machen Sie sich auf unruhige Zeiten gefasst.