Die Politik, die Polizei und die forensische Psychiatrie

Politiker nehmen ansatzlos reißaus wenn Sie auf Unterstützung für Menschen im Massregelvollzug angesprochen werden.

Nachdem in der VITOS Psychiatrie erst vor kurzem wieder ein junger Mann durch Zwangsmedikation gestorben ist zieht die verantwortliche ärztliche Direktorin Frau Dr. Beate Eusterschulte unter freundlicher Mithilfe der Gerichte Ihre absolut unverhältnismäßige und unmenschliche Linie weiter durch. Ermöglicht durch unsere gewählten Voklsvertreter.

Die SPD hat dem Gesetz zur Zwangsbehandlung zugestimmt:

Sonja Steffen (SPD) sagte, dass einer Studie zufolge etwa jeder dritte Europäer in eine solche Situation geraten könne, die zu einer Zwangsbehandlung führen könne. Angststörungen, Sucht, Psychosen und Depressionen könnten jeden treffen. „In solchen Situationen wünsche ich mir behutsame und kompetente Ärzte, die mit Einfühlungsvermögen für mich entscheiden“, erklärte Steffen, „damit man bald wieder ein gesundes, selbstbestimmtes Leben führen kann.“

Niemand der einmal eine soche Zwangsmaßnahme erfahren hat führt je wieder ein gesundes und selbstbestimmtes Leben!

Zwangsmaßnahmen müssen die Ausnahme bleiben:Auch Thomas Silberhorn (CDU/CSU) sprach sich für den Gesetzentwurf aus. Die ärztlichen Zwangsmaßnahmen müssten würden aber die Ausnahme bleiben. Denn der Betroffene müsse ja zuerst von einem Gericht eingewiesen werden. Bevor es aber überhaupt so weit komme, müssten „alle milderen Mittel ausgeschöpft werden“

Um mildere Mittel in Erwägung zu ziehen müßten hier Menschen am Werk sein und keine gefühllosen Misantrophen

Einzig die Grüne Hönlinger hat einen berechtigten Einwand:Hönlinger kritisierte unter anderem, dass der Gutachter in der gleichen Einrichtung arbeiten dürfe, in der der Betroffene behandelt werde. Arzt und Sachverständiger müssten aber ihrer Meinung nach aus unterschiedlichen Einrichtungen stammen, damit es keine Interessenskollisionen gebe. Die Grünen-Abgeordnete forderte weiter, dass noch mehr Transparenz geschaffen werden müsse, die Zwangsmaßnahme die absolute Ausnahme bleiben solle und man insgesamt sensibel mit diesen Menschen in schwierigen Lebenssituationen umgehe.

 

Die SPD Dame sollte Ihren Horizont erweitern und unbedingt mal einer Zwangsmaßnahme beiwohnen. Die CDU muß das C im Parteinamen streichen und die Grünen aus Ihrer pseudo Kritik ein Schluß mit Zwangsmaßnahmen machen:

Lesen Sie wie eine soche Aktion abläuft und bedenken Sie jeder dritte Deutsche könnte mal Opfer einer solchen Aktion werden und diejenigen die das Initiieren und durchführen sind Psychiater also jene die wir mit der pflege und dem Erhalt der seelischen Gesundheit von Menschen beauftragt haben!

Sehr geehrte Damen und Herren,

jenseits der Debatte über die Einflussnahme von Scientology auf die
Organisation irgendwelcher Aktivisten möchte ich mir erlauben, etwas aus
der Realität zu präsentieren.

Aufgrund eines ärztlichen Behandlungsfehlers in der Verwahranstalt ist
das Neuroleptikum Zyprexa entgegen aus fachlicher Sicht berechtigter
Warnungen abrupt abgesetzt worden. Die Folge war eine Absetz-Psychose
mit schwerwiegenden Folgen die betroffene Person. Mit den Opfern solcher
Behandlungsmethoden wird wie folgt umgegangen:

„… bei o.g. Patienten begann heute die medikamentöse Behandlung nach
Beantragung der entsprechenden Genehmigung, Information des Patienten
und Verstreichen der vorgegebenen Frist nach dieser. Der Zugriff in der
13-Zelle der Station erfolgte durch sechs Polizeibeamte. Zunächst
kooperierte Herr X. nach Ansprache durch einen uniformierten Polizisten
und ließ sich Hand- und Fußfesseln anlegen. Er schimpfte als er zu einem
anderen Zimmer geführt wurde dann allerdings und spuckte einem
Krankenpfleger ins Gesicht. in einem anderen Raum wurde Herr X.
kurzzeitig in einem Bett zur Durchführung der medizinischen Maßnahmen
(Blutentnahme, Ableitung eines EKGs und Gabe der antipsychotischen
Medikation mit Zypadhera 405 mg i.m.) fixiert. Wegen des Spuckens bekam
er einen Kopfkissenbezug auf das Gesicht. Während der medizinischen
Maßnahmen verhielt er sich ruhig und diese konnten zügig und ohne
Komplikationen erfolgen. Anschließend wurde er abfixiert und für den
erneuten Transfer wieder mit Hand- und Fußfesseln durch die
Polizeibeamten gesichert. Dann wurde er in eine besonders gesicherte
Zelle auf der im gleichen Gebäude befindlichen Station G 7/6 verbracht.
Die Fesselung konnten die Polizeibeamten noch ohne Zwischenfall lösen
und schnell den Raum verlassen. Als allerdings die Gittertür in dem Raum
verschlossen und mit der zusätzlichen Verriegelung gesichert werden
sollte, sprang Herr X. an das Gitter und spuckte, trat und schlug. Um
das Schließen zu ermöglichen, hielten die Polizeibeamten die
Abdrängschilder gegen das Gitter und ein pflegerischer Mitarbeiter
schloß die Tür. Es gelang Herrn X. allerdings, durch Schläge ein
Abdrängschild zu bewegen. Hierdurch wurde der pflegerische Mitarbeiter
am Arm getroffen. Außerdem gelang es Herr X. dann, einer Polzeibeamtin
über das Schild hinweg durch das Gitter von oben auf den Helm zu
schlagen. Herr X. wurde anschließend kurz über die in der B-Zelle
befindlichen Kameras überwacht und es waren keine Auffälligkeiten im
Sinne von unerwünschten Nebenwirkungen nach der Gabe der Medikation zu
beobachten. Allerdings verklebte der Patient dann die Kameras mit dem
größeren Pflaster, dass nach Gabe der Spritze aufgebracht worden war, so
dass er noch einige Zeit bei angelehnter Außentür der Zelle optisch
überwacht wurde. Zu erwähnen ist weiterhin, dass in dem vorherigen
Zimmer des Herrn X. nach Beendigung der Maßnahme neben dem durch ihn
gelösten Drücker der Toilettenspülung mehrere massive Metallschrauben
gefunden wurden, die er aus Installationen gelöst haben muss und dass er
damit über potentiell gefährliche Gegenstände verfügte. …“

Die angewendeten Zwangsmaßnahmen

unmittelbarer Zwang,
Zwangsmedikamentierung,
zwangsweise Fixierung,
Auflegen eines Kopfkissenbezuges auf das Gesicht,
Anlage von Hand- und Fußfesseln,
Unterbringung in einer besonders gesicherten Zelle (Arrest) und
Überwachung des Beschuldigten in einer B-Zelle mit Kameras

sollten zumindest in der interessierten und eingeweihten Öffentlichkeit
einen obligatorischen Aufschrei des Protests auslösen.

Mit freundlichen Grüßen

Tronje Döhmer

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