Fesseln statt kümmern

Fesseln statt kümmern

Dürfen Patienten zwangsfixiert werden? Darüber entscheidet Karlsruhe in Kürze

Zwangseinweisung, Sedierung mit Medikamenten, Zimmerarrest. Sie wird als suizidgefährdet eingestuft, hat immer wieder Panikattacken. Am fünften Tag nach der Unterbringung in eine geschlossene Abteilung der Psychiatrie dreht sie durch, schlägt mit den Fäusten an die Wände, droht sich umzubringen. Da wird sie von einigen Männern umringt, die sie packen und aufs Fixierbett legen. Sie wehrt sich, schreit um Hilfe. Sie wird an Händen, Füßen und am Leib ans Bett gebunden und zunächst einmal alleine gelassen. 48 Stunden verbleibt sie so gefesselt, zwei Mal pinkelt sie sogar ins Bett, weil niemand schnell genug auf ihr Rufen reagiert. Eine traumatische Erfahrung, die lange nachwirkt.

Quelle der Freitag https://www.freitag.de/autoren/ulrike-baureithel/fesseln-statt-kuemmern

Wer jemals fixiert worden ist wird nie wieder der sein der er vor der Fixierung war. Wie schafft es die Vitos was Fixierungen und Zwangsmaßnahmen angeht an der Spitze in Deutschlands Forensiken zu stehen.

Dazu braucht man eigentlich nur kaltblütige Mitarbeiter, Ärzte Pfleger Therapeuten die ihren Job so lieben und gerne machen. Jeder Vitospfleger ist ein potentieller Folterer. Die meisten sind nur zu gerne bereit Befehle auszuführen von denen Sie wissen müssen, dass sie ihren Opfern schwersten schaden zufügen.

Die Fixierung ist dabei die schwerste Form des Freiheitsentzugs. Man muss hier von von „Folter“ sprechen.

Auch Martin Zinkler, Chefarzt an der Psychiatrischen Abteilung am Klinikum Heidenheim, der als Sachverständiger zur Anhörung beim Bundesverfassungsgericht geladen war, sieht die Zwangsfixierung kritisch – insbesondere wenn sie sich über längere Zeit erstreckt. „Eine Fixierung“, sagt er, bedeute immer „das Scheitern einer Behandlung.“ Seinen eigenen Mitarbeitern empfiehlt er deshalb, nur das zu machen, was sie auch außerhalb der Klinik tun würden, etwa wenn es sich um einen Notfall handelt. Von grundlegender Bedeutung sei es jedoch, eine Situation zu deeskalieren und den Patienten möglichst zu beruhigen. Dies und die notwendige „Nachbereitung“ einer Zwangsmaßnahme – die Dokumentation und das Gespräch mit Patienten und Pflegekräften – kosten jedoch Zeit, dazu wäre seiner Einschätzung nach mehr Personal erforderlich. Sind Zwangsmaßnahmen also auch ein Effekt des Kostendrucks im Gesundheitssystem?

Der Umgang mit „schwierigen“ Situationen in der Psychiatrie ist offenbar nicht nur abhängig von den rechtlichen Rahmenbedingungen, sondern auch von der Behandlungskultur der jeweiligen Einrichtung. Es gibt Kliniken, in denen fast gar nicht fixiert wird, in anderen gehört das eher zur Tagesordnung. Und es gibt auch Unterschiede zwischen europäischen Staaten: Während in Deutschland eher fixiert wird, greift man in Großbritannien lieber zur Spritze, um einen außer Kontrolle geratenen Psychiatrie-Insassen zu bändigen. Das ist, zumindest wenn es „nur“ um die Eigengefährdung des Patienten geht, in vielen Bundesländern nicht mehr ohne Weiteres möglich. In den Niederlanden wiederum werden „renitente“ Patienten in ein Einzelzimmer gesperrt. Als Therapie ist das ebenfalls nicht zu verbuchen.

Dabei lieferten die Niederlande – neben Großbritannien, Italien und den USA – einmal die Vorlagen für die eng an die Linke angelehnte Anti-Psychiatrie-Bewegung in der Bundesrepublik. Sie lehnte die geschlossenen Anstalten generell ab und kritisierte die psychiatrische Diagnose und Therapie als eine Zwangszurichtung von Patienten, dazu geeignet, diese wieder in den kapitalistischen Produktionsprozess einzugliedern – oder eben wegzusperren. Insbesondere die in der Psychiatrie noch bis in die siebziger Jahre praktizierten Therapien, etwa Elektroschockbehandlungen, gerieten ins Visier.

Quelle der Freitag https://www.freitag.de/autoren/ulrike-baureithel/fesseln-statt-kuemmern

Wer so viel Macht ohne Kontrolle hat wie die Forensische Psychiatrie nutz diese auch schamlos aus. Es ist halt viel einfacher jemanden mit 8 Leuten auf ein Brett zu schnallen als sich menschlich um ihn zu kümmern. Wo kämen die Vitos Pfleger auch hin, wenn sie sich um jeden ihrer Patienten kümmern müssten.

Dr. Rüdiger Müller Isberner hat immer wieder vehement die Wiedereinführung der Zwangsmedikation in der Forensischen Psychiatrie gefordert nachdem das Bundesverfassungsgericht den Herren Psychiatern in Haina und im Rest von Deutschland erst einmal gesagt hat: Was ihr da macht ist ungesetzlich, entwürdigend und verstößt gegen das Grundgesetz!

30 Jahre ist dieser Mensch nicht auf die Idee gekommen zu hinterfragen was er den ihm ausgelieferten Patienten eigentlich antut. Wie wenig Herzensbildung, Kinderstube schlichtweg welche Erziehung muss ein Mensch genossen haben, der sich in den Sitzungssaal vor den Ausschuss stellt und ein Fortsetzen der über Jahrzehnte erprobten Zwangsmedikation fordert. Damit das Männlein nicht so alleine dasteht, hat er sich den bedeutendsten Forensiker der Gegenwart Nedopil mitgebracht.

Besonders niederträchtig gegenüber den vielen Toten und ungezählten an irgendwelchen anderen herbeidiagnostizierten Todesursachen in der Forensik verschiedenen ist die Tatsache, dass Dr. Rüdiger Müller Isberner und sein Sozius Nedopil immer wieder beteuerten, dass dies vor allem im Sinne der Patienten unbedingt nötig sei.

 

Sonst müsste man Patienten unnötig lang fixieren. Dies muss man sich einmal vorstellen. Eine nach eigenen Angaben und nach Ansicht der hessischen Gerichte herausragende Klinik wie die in Haina verfügt nur über keine anderen therapeutische Mittel wie Zwangsmedikation und Fixierung!

Schnell sind ihm da auch die Herren Pfleger zu Seite gesprungen welche ganz in sein Horn geblasen haben.

Wer einmal eine Fixierung an eigenen Leib erfahren hat ist danach nicht mehr derselbe Mensch. Dort wo eigentlich Einfühlungsvermögen und Beistand nötig wären bekommt ein Patient die ganze Härte der Fixierung mit anschließender Zwangsbehandlung zu spüren.

Wer also in der Forensik arbeitet muss also einem ganz bestimmten Anforderungsprofil entsprechen. Egal ob Ärzte, Pfleger oder Therapeuten alle zeichnet eine ungemein große „Menschenfreundlichkeit“ aus – allerdings nur auf ihren Facebook Accounts.

Selbst die unglaublich hohe Zustimmung zu AFD und NPD wie sie im Oberhessischen bei den letzten Kommunalwahlen deutlich wurde setzt sich bei Pflegern der Forensik Haina fort.

Bitte lesen Sie auch hier: http://www.meinungsverbrechen.de/afd-nazis-und-der-rest-des-politischen-zirkus/

 

Ganz offen und unverhohlen postet hier zum Beispiel ein Pfleger einen Aufruf mit dem Titel „Muslime raus aus Europa“.

Viele der hier in Haina einsitzenden würden dieser Aufforderung unfraglich sofort nachkommen und Deutschland sofort verlassen, dann wären jedoch eine stattliche Anzahl an Kunden in Haina weg. Deshalb sollte er fordern „Muslime, Christen, Juden, Hindus und Atheisten raus aus Haina“!

Vitos Forensik – der dunkelste Ort im Universum

Rund 10 000 Patienten befänden sich derzeit bundesweit im Maßregelvollzug. Sie wurden eingewiesen, weil sie weiterhin als gefährlich gelten, entweder wegen psychischer Krankheit oder wegen Sucht. Fast ein Drittel von ihnen verbringt mehr als zehn Jahre in der Klinik.

Eine Verurteilung nach § 63 bedeutet im Grunde lebenslänglich. Ohne zeitliche Begrenzung. Bis ein Richter sagt: Jetzt reicht es. Für ein Bagatelldelikt 10 Jahre Sicherungsverwahrung, da stimmt die Verhältnismäßigkeit nicht.

Nie kommt die Initiative von der „Ärzten“ des Maßregelvollzugs. Das hat sich unter Dr. Beate Eusterschulte nicht geändert. Die Psychiater lassen nach wie vor die Prognosegutachten von den unausgebildeten Krankenpflegern und Case-Managern schreiben. Im Copy und Pasteverfahren in der Hoffnung keiner merkt was und niemand nimmt Anstoß.

Das Bundesverfassungsgericht meinte jedoch, zu viele sitzen zu lange im Massregelvollzug, – einerseits im Vergleich zu Straftätern, die nicht als krank gelten, hier bleiben nur acht Prozent zehn oder mehr Jahre in Haft. Andererseits weil auch Menschen dauerhaft »weggesperrt« würden, von denen keine erheblichen Gefahren für die Allgemeinheit ausgehen!

Mit dem Gesetz zur Novellierung des Rechts der Unterbringung setzte der Bundestag daher vor zwei Jahren die Hürden höher.

Unter anderem werde engmaschiger überprüft, ob Unterbringungen weiterhin notwendig sind. Diese Gutachten kosteten viel Zeit und Arbeit, erklärte Eusterschulte. Ein weiterer Nachteil: Manche Patienten ließen sich nicht mehr auf eine Behandlung ein im Wissen, dass sie eine Entlassung auch ohne Mitwirkung erreichen können. Vorteil sei die Stärkung von Transparenz und Patientenrechten im Maßregelvollzug.

Das Gesetz habe keine »Entlassungswelle« ausgelöst. Die ‚Vitos ist voll wie eh und je.

Dr. Beate Eusterschulte hofft, dass nicht herauskommt, dass sie keine Ahnung hat und Dr. Müller-Isberner hat sich vom Acker gemacht in der Hoffnung auf viele Gutachteraufträge, die er ganz im Sinne der Gerichte abwickeln kann.