Richter – ein Leben und der Tod!

Wenn ein Richter nach 40 Jahren in den Ruhestand geht ist das der lokalen Presse immer noch einen  netten und wohlgemeinten Artikel wert. Genau so liest sich der Artikel auch. Gut gemeint. Aber gut gemeint bedeutet nicht immer gut gemacht. Kein kritisches Wort, keine kritische Reflektion des eigenen Tuns nur das allgegenwärtige Lamentieren über die Arbeitsbelastung, die hohe Verantwortung und und und …

Ich sehe den ausgezehrten, hageren Mann noch bildhaft vor mir. Das stets freundlich, fast schon grimassierend wirkende Gesicht und die aufgesetzt weiche Stimme sollten vermuten lassen man habe es hier mit einem angenehmen und freundlichen Menschen zu tun.

Wenn ich ihn heute vor meinem geistigen Auge sehe, sehe ich eine Schlange. Er spricht freundlich weckt Hoffnung, gaukelt Empathie vor, verspricht Hilfe.

Diametral entgegen stehen dem dann seine schriftlichen Begründungen der Fortdauerbeschlüsse.

Die menschenrechtsverletzende Ausrichtung der Strafvollstreckungskammer.

Dr. Thomas Wolf hat es zu verantworten, dass die Unterbringungsdauer in den letzten Jahren im weiter angestiegen ist. Ein mehr als starkes Bündnis mit dem langjährigen Leiter der Hainaer Forensik Dr. Rüdiger Müller-Isberner hat dazu beigetragen, die jährlichen Anhörungen im Bereich der § 63 Verurteilen zu einer Farce zu machen.

Wieso habe ich es in beinahe 20 Jahren nicht erlebt, dass ein Insasse nach seiner Anhörung frei gekommen wäre? Dr. Thomas Wolf hatte seinen Laden gut im Griff. Intensiver Austausch gegenseitige Schulungen – die Strafvollstreckungskammer und die Hainaer Forensik haben sich gegenseitig im für sie besten Sinne befruchtet. Obwohl die Strafvollstreckungskammer des Herrn Wolf eigentlich dazu da wäre die Unterbringungsgründe und deren weiteres Vorliegen zu prüfen unterbleibt dies natürlich. Denn „hilfst du mir, helf ich dir“ werden so Liegezeiten von 10 und mehr Jahren generiert.

Wolfs´ angerichtete immaterielle, humanistischere und finanzielle Schadensbilanz ist gewaltig.

Ein Insasse der 10 Jahre in der Forensik einsitzt generiert für die private Vitos einen Cashflow von ca. 10 Millionen Euro. Vermutlich treibt der Vitos Konzern deshalb auch die Ausweitung dieser aus medizinischer Sicht so kritisierungswürdigen Inhaftierung voran. Man möchte die Zahl die nach § 63 Untergebrachten immer weiter nach oben bringen. Die Synthese aus einem ungehinderten Griff in die Staatskasse, einem unverbrüchlichen Bündnis mit der Strafvollstreckungskammer und den Gutachtern im eigenen Hause die für den Nachschub sorgen macht die Forensische Psychiatrie zur Cashcow im Vitos Konzern.

 

Nehmen wir einmal an Jesus Christus würde von Gott erneut auf die Erde gesandt und er stünde  in Dr. Thomas Wolfs´ Gerichtssaal. Unablässig behauptet er Gottes Sohn zu sein und dass er gekommen sei um den Mühseligen und Beladenen, die Armen und Schwachen die Unterdrückten und Ausgestoßenen  zu helfen.

Wolf ist sich aufgrund seiner jahrzehntelangen Erfahrung zwar sofort sicher mit was er es hier zu tun hat, zieht aber zur Abdichtung seines späteren Urteils einen erfahrenen Psychiater hinzu, der ein Gutachten anfertigt.

Hier die letzten Sätze von Dr. Rüdiger Müller-Isberner Gutachten über Jesus Christus.

… es kann nicht ausgeschlossen werden, dass von dem Beschuldigten Jesus Christus der unter einer paranoiden Schizophrenie leidet in Zukunft schwere Straftaten zu erwarten sind. Allein die Tatsache, dass der Beschuldigte glaubt über übernatürliche Kräfte zu verfügen, Besessene heilen zu können, lahme wieder gehen zu lassen, taube wieder hörend zu machen zeigt, dass sich der Wahn des hier beschuldigten Jesus Christus verfestigt hat und nur durch Maßregeln der Besserung und Sicherung in einer geschlossenen Einrichtung unter  Gabe von Neuroleptika behandelt werden kann. Das hohe Maß an fremd und Eigengefährdung wird klar durch die Aussage er könne übers Wasser gehen.

N. hat Teile seine Kindheit in einer Erziehungsanstalt verbracht. Ich denke Dr. Wolf wird sich nur zu gut an ihn erinnern. Er hat ihn bestimmt viele Male selbst “Angehört“. Anlasstat; eine Kneipenschlägerei mit Ohrfeigen und Geschrei, bei der niemand ernsthaft zu Schaden kam. 24 Anhörungen später ist aus dem jungen, sportlichen und cleveren Mann ein menschliches Wrack geworden. Neuroleptika haben den einest staatlichen Körper zerstört. Von schlimmsten Dyskinesien hin und her geworfen ließ sich M. trotzdem nicht unterkriegen. Er hatte Hoffnung eines Tages wieder herauszukommen. Richter gnadenlos Dr. Thomas Wolf hat ihm immer wieder versprochen „… noch etwas Geduld Herr N. sie sind auf einem guten Weg, brauchen noch etwas Zeit, es wird sich bald etwas für sie tun.“

Es tat sich nichts. Und niemand der jemals nach Haina in die Forensik gekommen wäre der sich nicht an den Anblick von M. N. erinnern würde. Der freundliche Mensch von unwillkürlichen Bewegungen geschüttelt. Er sitzt immer noch.

Ich wünsche Dr. Wolf, dass er im Ruhestand bekommt was er verdient hat.

4 Gedanken zu “Richter – ein Leben und der Tod!

  1. Die Psychiatrie hatte schon immer ein vorgehen die Menschen Auszugrenzen, zu isolieren und unterstutzende Familienangehörigen zu isolieren. Die Strategie ist Das Ziel der „Zersetzung“ war es, Selbstvertrauen zu zerstören. Sie wollen Angst, Panik und Verwirrung erzeugen, ihren Zielpersonen Liebe und Geborgenheit von Freunden und Familie entziehen, Enttäuschung und Unzufriedenheit provozieren oder eine öffentliche Stigmatisierung erreichen. Die Konstanten eines menschlichen Lebens wollte sie so schrittweise zerstören.

    Das Ziel der Zersetzung ist aus Stasi Zeiten bekannt. Meiner Meinung waren und sind die Psychiatrien nicht anders.
    Man muss sich unbedingt anhören was diese MEnschen in der Psychiatrie erlebt haben. https://www.youtube.com/watch?v=qem27k9AhkM

    Die Strategie der Zersetzung Im Vorfeld einer geplanten „Zersetzung“ suchte die Stasi nach Schwachpunkten eines Menschen, um genau dort Maßnahmen anzusetzen. Diese zielten explizit auf die Zerstörung der individuellen Würde. Je nach Wirksamkeit streute die Stasi verleumdende Gerüchte, schüchterte ein, griff in das Berufsumfeld und das Privatleben ein, kriminalisierte das Handeln von Betroffenen und organisierte massive Beeinträchtigungen des Alltags. Die einzelnen Maßnahmen wurden individuell zugeschnitten und kombiniert.

    Die Idee der Erniedrigung fand aber auch im Rahmen von regulären Untersuchungsvorgängen ihren Niederschlag. Da die Stasi auch Menschen als Straftäter ansah, die die DDR verlassen wollten, wurden sie, wenn man sie bei der Flucht entdeckte, wie Strafgefangene gedemütigt. Die zuständigen MfS-Offiziere verhafteten „Republikflüchtige“ nicht nur. Bilderserien zeigen, dass sie in Anlehnung an eine von der Kriminalpolizei entwickelte Methode die Menschen zwangen, die Verhaftungssituation nachzustellen und sich dabei ablichten lassen.

    Verletzungen der Menschenwürde an der Tagesordnung. In den Zellen der MfS-Untersuchungshaftanstalten sollten Isolation, Schlafentzug und ständige Kontrolle die Gefangenen zermürben, erniedrigen und so für die Verhöre vorbereiten. Diese Methoden zielten darauf, den Willen und die Würde des Einzelnen zu brechen und ihn so gefügig zu machen.

    Das Ziel der „Zersetzung“ war es, Selbstvertrauen zu zerstören. Die Stasi wollte Angst, Panik und Verwirrung erzeugen, ihren Zielpersonen Liebe und Geborgenheit von Freunden und Familie entziehen, Enttäuschung und Unzufriedenheit provozieren oder eine öffentliche Stigmatisierung erreichen. Die Konstanten eines menschlichen Lebens wollte sie so schrittweise zerstören

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  2. Vitos Klinik täusche tricksen und betrügen.

    Ein Profitzenter auf Kosten der Steuerzahler illegale Zwangsbehandlungen usw.
    Strafteten der Vitos kLinik werden nicht verfolgt sondern eventuell gedeckt???

    Der Aktivist im Interview redet Klartext über die Zustände der Vitos Klinik

    Die Diplomatentochter Aisha R.wurde durch die Öffentlichkeit und weitere Willkür und Folter (https://www.welt.de/politik/deutschland/article119031396/Gustl-Mollath-In-der-Psychiatrie-wird-gefoltert.html)das vom Anstaltspersonal und Anstaltsleiterin Beate Eusterschulte ausgeht der Nazi Paragraph 63 STGB erspart bleiben.

    Der Erfolg dieser Klinik ist null, Pateinten so die Linke christaine Böhm

    ich zitiere:

    Letzte Woche war ich bei der größten Einrichtung des Maßregelvollzugs in Hessen: Vitos Haina. Früher von Dr. Müller-Isberner, jetzt von Dr. Eusterschulte geleitet. Meine Eindrücke zusammenzufassen ist nicht so einfach. Einerseits kenne ich viele Berichte über diese Einrichtung von willkürlicher Behandlung, Zwang und Gefügigmachen, andererseits wurden uns die weniger problematischen Stationen gezeigt.
    Klar ist: es wird vorwiegend auf medikamentöse Behandlung gesetzt – die Frage nach der Menge der Neuroleptika, die die Klinik verbraucht, habe ich nicht gestellt. Auch wenn versucht wurde, alles als sehr korrekt, transparent und modern darzustellen. Spätestens als deutlich wurde, dass die Mehrzahl der Entlassungen in Wohnheime erfolgt, sollte man sich fragen, ob die Maßregel des Bessern wirklich eine Rolle spielt. Das Sichern scheint doch im Vordergrund zu stehen. Mal gespannt, wie die Diskussion mit dem Ministerium verläuft. Ein Berichtsantrag wird demnächst im Sozialausschuss beantwortet. Es darf nicht sein, dass körperlich gesunde Menschen in den Maßregelvollzug kommen und als deutlich vorgealterte und kranke Menschen herauskommen. Und erst dann rauskommen.
    Ein Mitglied der Besuchskommission berichtet über die Zustände der Vitos Klinik antwortet darauf

    Du sagst es: die Betroffenen werden an das System angepasst und zum Pflegefall umfunktioniert

    Frau Dr. Eusterschulte bekannt durch falsche Gutachten und grausamer Behandlung im Prozess von Aisha R. Landgericht Darmstadt wurde misstrauisch das ist leider eine Ausnahme vielleicht weil es eine Diplomentochter war? Ihr wurde die weitere Grausamkeiten der Anstaltsleiterin und Anstaltspersonal erspart.
    Aus dieser Entscheidung sprach bereits ein gehöriges Maß an Misstrauen gegenüber der Psychiatrie in Haina. Denn deren stellvertretende Ärztliche Direktorin Beate Eusterschulte hatte im Prozess schon ein Gutachten vorgelegt. Darin hatte sie dem Gericht nahegelegt, die Angeklagte weiterhin in der forensischen Psychiatrie zu lassen: Sie stelle wegen paranoider Schizophrenie nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere Menschen eine Gefahr dar. Taten wie die Brandstiftung könnten sich wiederholen.

    Scharfe Kritik an dem Gutachten und an der Klinik in Haina übte der Verteidiger der 35-Jährigen, David Schneider-Addae-Mensah. Die dortige Psychiatrie sei „daran interessiert, ihre Betten zu füllen“, sagte der Rechtsanwalt, der bereits mehrere Verfahren gegen die Vitosklinik geführt hat. Seine Mandantin fühle sich in Haina extrem unwohl und wolle die Klinik so schnell wie möglich verlassen. Einer Behandlung im Elisabethenstift in Darmstadt stehe sie dagegen offen gegenüber.
    Dies nannte auch der externe Gutachter Klaus Demisch als denkbare Lösung. Der Hanauer Psychiatrie-Professor, der weiterhin auf Einsicht in die Krankenakte wartet, hielt aufgrund seiner Beobachtung der Angeklagten in der Verhandlung eine Unterbringung in einem nicht geschlossenen psychiatrischen Krankenhaus – beispielsweise im Elisabethenstift – auf Bewährung für möglich.
    Bei einer sechswöchigen Behandlung dort „besteht die Möglichkeit, durch geschultes Fachpersonal therapeutische Kontakte herzustellen“, sagte Demisch. „Dann gibt es die Hoffnung, dass sie sich öffnet.“ Am Ende gehe es darum, ob die Frau „ihre lebensverweigernde Haltung ändert“.
    Aggressionspotenzial gegen andere Personen durch die erkennbar geschwächte Frau sah Demisch nicht, wohl aber die Möglichkeit einer Fremdgefährdung durch weitere Suizidversuche. Sollte sie aber an einer Therapie mitwirken, sei als nächster Schritt der Umzug in ein betreutes Wohnheim denkbar. „Dieser Fall ist ausgesprochen schwierig“, sagte der Psychiatrie-Professor.
    Die Klinik in Haina wollte auf Anfrage zu dem Fall keine Stellungnahme abgeben. Der Prozess wird am 8. Februar fortgesetzt.
    https://www.echo-online.de/lokales/darmstadt/gericht-schickt-polizei-in-klinik_17640605

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